Wie du den ganzen YouTube-Kanal übersetzt, nicht nur ein Video
Was sich an einem Kanal übersetzen lässt und was nicht, warum das Archiv mehr bringt als neue Videos und wie du das Paket für 50, 200 oder 500 Videos rechnest.
Teil des Leitfadens: YouTube-Lokalisierung: der komplette Leitfaden
Einen Kanal komplett zu übersetzen heißt, jedes Video durchzugehen und ihm Übersetzungen für Titel, Beschreibung und Untertitel zu hinterlegen. Einen einzelnen Knopf «Kanal übersetzen» hat YouTube nicht: Die Lokalisierung lebt auf Videoebene. Dafür hat das Archiv eine Eigenschaft, die die Massenübersetzung zur lohnendsten Operation am Kanal macht: Die Videos sind schon gedreht und kosten nichts mehr.
Was sich am Kanal übersetzen lässt und was nicht
| Element | Übersetzbar? |
|---|---|
| Titel und Beschreibung jedes Videos | Ja, über die Lokalisierungsfelder des Videos |
| Untertitel jedes Videos | Ja, als separate Spuren |
| Der Name des Kanals selbst | Nein: YouTube bietet keine Sprachversionen an |
| Tags | Nein: ein Satz pro Video |
| Thumbnails | Nein: ein Bild, Wechsel nur von Hand |
| Playlists und Kanalbeschreibung | Übersetzen wir nicht: wir arbeiten auf Videoebene |
Zur Kanalbeschreibung ehrlich: YouTube kennt dafür eine Lokalisierung, aber YouClicker arbeitet mit Videos, nicht mit der Kanalkarte. Wenn dir das wichtig ist, sag es dem Support: Wir zählen die Nachfrage nach der Funktion.
Warum das Archiv mehr bringt als neue Videos
Ein neues Video kämpft in den ersten Tagen um Aufmerksamkeit, und die Übersetzung gibt ihm eine Chance zum Start. Aber ein altes Video hat etwas, das ein neues nicht hat: eine aufgebaute Aufrufhistorie und Positionen in der Suche in der Originalsprache. Die Titelübersetzung öffnet genau diese Historie für Zuschauer anderer Sprachen, und der spürbare Zuwachs kommt meist aus dem Archiv, nicht von den Neuheiten.
Die praktische Konsequenz: Wenn die Punkte nicht für alles reichen, beginne mit den zwanzig meistgesehenen Videos des Archivs, nicht mit dem letzten Video.
So läuft es Schritt für Schritt
- Verbinde den Kanal: Anmeldung über Google, das Passwort gibst du auf der Google-Seite ein.
- Wähle die Videos. Es geht die ganze Liste, es gehen auch nur die Top-Videos nach Aufrufen.
- Markiere die Sprachen: Ein Satz gilt für alle ausgewählten Videos.
- Starte den Lauf. Ein Video in hundert Sprachen dauert rund zwei Minuten; die Warteschlange des Archivs läuft von selbst, du musst die App nicht im Blick behalten.
Alles Geschriebene erscheint in YouTube Studio im Reiter «Untertitel» jedes Videos und lässt sich dort von Hand korrigieren. Ein erneuter Lauf über dasselbe Video überschreibt die früheren Übersetzungen.
Das Paket für den Kanal rechnen
Die Formel ist simpel: Zahl der Videos mal Zahl der Sprachen, und noch einmal so viel, wenn Untertitel dazukommen. Eine Sprache für Titel und Beschreibung kostet 1 Punkt, Untertitel darin 1 weiteren.
| Kanal | 20 Sprachen, mit Untertiteln | Paket |
|---|---|---|
| 50 Videos | 2.000 Punkte | Basic, €15, es bleibt sogar etwas übrig |
| 200 Videos | 8.000 Punkte | Medium, €40 |
| 500 Videos | 20.000 Punkte | Maximum, €80 |
Die Punkte sind einmalig und verfallen nicht (Preise zzgl. MwSt.): Du kannst das Archiv in einem Rutsch übersetzen und den Rest für neue Videos ausgeben. Wie viele Sprachen du im ersten Durchgang nimmst, behandelt der Artikel über die Wahl des Umfangs.
Was du erwarten darfst und was nicht
Das übersetzte Archiv beginnt, Zuschauern anderer Sprachen innerhalb von YouTube angezeigt zu werden: in der Plattformsuche und in den Empfehlungen. Wie schnell der Effekt kommt, hängt am Thema: Die Nachfrage danach gibt es im Ausland oder eben nicht, und eine Übersetzung erschafft keine. Aufrufgarantien gibt niemand, wir auch nicht.
Wenn der Kanal ohne Sprache im Bild auskommt, kannst du ganz ohne Untertitel starten: Titel und Beschreibungen reichen, und der Verbrauch halbiert sich. Was überhaupt zur Übersetzung eines Videos gehört und in welcher Reihenfolge, steht im Artikel über die drei Aufgaben der Übersetzung.
